Bildlexikon von Uwe Lüthje
und Dr. Horst Otto Müller
Name, Vorname:![]() |
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Alexander Jacob Friedrich Schmidt![]() |
* wann und wo: | 1802 in Lübeck | |
† wann und wo: | beerdigt 17.04.1882, vermutlich einige Tage vorher gestorben. | |
Familie: |
Bereits sein Vater, Johann Hinrich Schmidt, war Uhrmachermeister. |
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Ursprünglicher Beruf: |
Uhrmacher Feinmechaniker Vergolder |
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Ausbildungsorte: | ||
Atelier- standort(e): |
Lübeck | |
Zeitraum/ Straße: |
1832ff. Marlesgrube 569 Fünfhausen 38, 1836-1880 (letzter Eintrag im Lübecker Adreßbuch) |
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Filiale(n): | - | |
Inserate in Zeitungen: |
Siehe unten. |
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Bemerkungen: Alexander J. Schmidt gehörte, genau wie Joseph Wilhelm Pero und David Eichmann, zu den Foto-Pionieren Lübecks. Seine Erträge aus der durchgehend ausgeübten Tätigkeit als Uhrmacher ermöglichte es ihm, in Nebentätigkeit fotografisch zu arbeiten. |
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Biographisches: Am 27.10.1830 hat er das Recht als Lübecker Bürger bekommen. A. J. Schmidt erschien erstmalig 1832 sowohl im Lübecker Adreßbuch als auch in Form einer veröffentlichten Notiz in den "Lübeckischen Anzeigen" anläßlich der Verlosung einer Uhr. In den Folgejahren trat er dann zwei Mal mit handwerklich bezogenen Annoncen in Erscheinung. 1845 kann dann als offizieller Beginn seiner damals fast konkurrenzlosen Fotografie-Tätigkeit gelten (außer ihm arbeitete damals lediglich W. Pero in diesem Fach): Schmidt offerierte Daguerreotypien, in der ersten Annonce zunächst noch ohne Namensnennung. In sämtlichen Inseraten verwies er auf eine gute Haltbarkeit seiner Lichtbilder, was verständlicherweise für die Kunden ein entscheidendes Kriterium für die Auftragserteilung darstellte. Nur ein Jahrzehnt später hatte sich diese komfortable Situation eines Fast-Alleinstellungsmerkmals spürbar verändert: bereits 1855 gab es so starke Konkurrenz, daß A. Schmidt in einem Inserat die Bitte bzw. die Aufforderung voranstellt, ihn nicht zu übersehen. Es spricht Vieles dafür, daß Schmidt nicht bereit oder nicht in der Lage war, den sich ab ca. 1860 immer stärker vollziehenden Wandel von der Daguerreotypie zum Lichtbild auf Papier mitzumachen. Es erschienen keine Annoncen mehr und in den Adreßbüchern wurde er ausschließlich unter der Rubrik "Uhrmacher" gelistet. Sein Sohn Jacob Friedrich, so weist es das Lübecker Adreßbuch von 1881 aus, übernahm seine Uhrmacherwerkstatt. |
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Vorgänger: | - | |
Nachfolger: | - | |
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