Bildlexikon von Uwe Lüthje
und Dr. Horst Otto Müller
Name, Vorname:![]() |
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Paul Eb[b]e
Nickelsen![]() |
* wann und wo: | 10. 07. 1832 in Westerland | |
† wann und wo: | 15. 03. 1894 in Westerland | |
Familie: | ||
Ursprünglicher Beruf: |
Steinhauer, Schmied, Badewärter, Hotelier | |
Ausbildungsorte: | ||
Atelier- standort(e): |
Westerland auf Sylt |
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Zeitraum/ Straße: |
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Filiale(n): | ||
Inserate in Zeitungen: |
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Bemerkungen: Das Sylter Archiv ist im Besitz einer Glasplattensammlung des Sylter Fotopioniers Paul Ebe Nickelsen. Dies ist einer Schenkung zu verdanken: Die 'Sylter Zeitung' berichtete am 23. 05. 2021: "Ein Zugang besonderer Art gab dieser Tage Anlass zur Freude im Sylter Archiv: Jochen Pförtner, Enkel des Gründers des Photohauses Pförtner, übergab dem Team des Sylter Archivs den Nachlass der Sylter Fotopioniere Paul Ebe Nickelsen (1832-1894), Bernhard Louis Lassen (1875-1941) und Ferdinand Pförtner (1885-1937). Paul Ebe Nickelsen eröffnete 1853 das erste fotografische Atelier auf Sylt. Sein Schüler, Bernhard Louis Lassen, übernahm dieses 1894 und übergab es im Jahr 1919 seinerseits an seinen Schüler Ferdinand Pförtner. Dessen Photohaus an der Friedrichstraße wurde von seinem Sohn und später seinem Enkel bis 1992 fortgeführt. Der Nachlass umfasst eine Sammlung von mehr als 1.000 Fotoglasplatten. |
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Biographisches: Er war ab etwa 1853 der erste Lichtbildner auf der Insel Sylt. Viele Jahre war Paul Ebe Nickelsen ohne Konkurrenz auf seiner Insel. Portraitfotos im Carte de Visite-Format sicherten seine Existenz. Ein permanenter Verkaufsschlager für die von Jahr zu Jahr steigende Zahl der Kurgäste waren darüber hinaus Aufnahmen des Urlaubsvergnügens am Strand und der Badeeinrichtungen. Außerdem lichtete er die Westerländer Kirche, den Leuchtturm und Gebäude auf der Insel ab und vermietete Zimmer in seinem Logierhaus 'Dünenhalle' (später umbenannt in: 'Hotel Union'). Im Juni 1862 heiratete er die aus Rendsburg stammende Alwine Mathilde Untied. Kinder wurden ihnen nicht geboren. Paul Ebe Nickelsen war Mitbegründer der Freiwilligen Feuerwehr und des Freiwilligen Rettungs-Corps Westerland. Eine erste größere Gruppe an Atelierkunden bildeten österreichische Soldaten im Jahr 1864, wie eine zeitgenössische Quelle belegt. Auch, um sich fotografisch weiterzubilden, trat er 1874 dem Berliner "Verein zur Förderung der Photographie" bei. Bei den dort jährlich stattfindenden "Plenarversammlungen" erfuhr er Wissenswertes aus der fotografischen Praxis. Außerdem beschickte Nickelsen Foto-Ausstellungen, auch im Ausland. Ganze Serien von Inselfotografien verkauften sich sehr gut als Sets. Nickelsen verstarb 1894 an Tuberkulose. |
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Nachfolger: | Siehe oben unter: Bemerkungen. | |
Weitere Quellen: | Fach-Artikel über Theodor Storm auf Sylt | |
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Der 'Friedhof der Heimatlosen' in Westerland auf Sylt, auch als „Heimatstätte für Heimatlose“ bezeichnet, wurde 1854 vom Strandvogt Wulf Hansen Decker angelegt, am 3. Oktober 1855 erfolgte die erste Bestattung. | ||
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Kabinettfotografie, links unten Blindprägung: "1888" | ||
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Sylt: 12 Lichtbilder von P. E. Nickelsen im Kabinettformat, erschienen um 1890. Auf Kartonagen montiert |
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Hansen: C. P.: Chronik der Friesischen Uthlande. Garding: Verlag von H. Lühr & Dircks, 1877. |
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Carl Berenberg: Die Nordsee-Inseln an der deutschen |
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Photographische Mittheilungen No. 109, April 1873. Zeitschrift des Vereins zur Förderung der Photographie. |
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Photographische Rundschau, V. Jahrgang, Nr. 49-60. Halle a. S.: Eigenthum und Verlag von Wilhelm Knapp, 1891. |
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