Fotograf(inn)en in Schleswig-Holstein, Lübeck und
dem Herzogtum Lauenburg aus der Zeit von 1850 bis 1880

Bildlexikon von U. Lüthje / Dr. H. O. Müller


Name, Vorname:
Franz Wilhelm Odendahl
* wann und wo:    
† wann und wo:    
Familie:    
Ursprünglicher
Beruf:
  Daguerreotypist
Ausbildungsorte:    
Atelier-
standort(e):
  Hamburg, Altona
Zeitraum/
Straße:
 
Hamburg
New London Tavern,
Poststraße 4  1850
Altona
Palmaille Nordseite, Nr. 41
ab Dezember 1850, nachgewiesen bis 1852
Filiale(n):   -
Inserate in
regionalen
Zeitungen:
 
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Bemerkungen:  

Biographisches:   Der junge Franz Odendahl sah sich in Hamburg offenbar einer als übermächtig erlebten Konkurrenz ausgesetzt und fand mit der Übersiedlung nach Altona einen erfolgreichen Ausweg aus dieser für ihn schwierigen Situation. Firmierte er in Hamburg noch ausschließlich als Daguerreotypist, präsentierte er sich anschließend außerdem als Fotograf.

Offenbar hatte er gute Kontakte zur örtlichen Presse, denn ein stark lobender Artikel im redaktionellen Teil der "Altonaer Nachrichten", den er nicht als Werbemaßnahme in Form einer Annonce bezahlen mußte, war natürlich sehr hilfreich.


Vorgänger:   -
Nachfolger:   -
 


Hamburger Nachrichten vom 07.09.1850
Hamburger Nachrichten vom 07.09.1850
Altonaer Nachrichten vom 28.11.1850
Altonaer Nachrichten vom 28.11.1850
Altonaer Nachrichten vom 21.12.1850
Altonaer Nachrichten vom 21.12.1850
Altonaer Nachrichten vom 16. 01. 1851
Altonaer Nachrichten vom 16. 01. 1851.
Textidentische Wiederholungen u. A. am 01., 04., 13. 02
sowie am 11. 05. 1851.
In Altona trat Franz Odendahl 1852 letztmalig offiziell in Erscheinung: "Altonaisches privilegirtes Adreßbuch für 1852." Hier: Personen- und Firmenverzeichnis: Verzeichniß aller Einwohner, ihrer Namen, ihres Gewerbes, der Straßen wo sie wohnen, und der Nummer ihrer Wohnungen. Seite 72.
Altonaer Adreßbuch von 1852 - Detail
Nach einer fünfjährigen Pause erschien der Name Franz Odendahl in einer Annonce. Die Hamburger Schreibwaren-Firma H. & P. Spiro, die ihren Sitz an der Adolphsbrücke 8 hatte (1857 bewarb man in Inseraten "Schreib-, Post- und Billetpapier(e)" ebenso wie 'Copirmaschinen', mit 'welcher man mehrere Briefe in einigen Sekunden copieren kann'), verfügte über eine Kunsthandlung, in der auch fotografiert wurde.
Hamburger Nachrichten vom 27. 11. 1857
 
Offensichtlich stand für Aufnahmen ein technisch ausgereiftes, im Vergleich zu älteren Fotoobjektiven lichtstärkeres Glas zur Verfügung, das kürzere Belichtungszeiten möglich machte.