Bildlexikon von Uwe Lüthje
und Dr. Horst Otto Müller


Name, Vorname:

Johann Christoph Dietrich Engel[c]ke
* wann und wo:   11. 05. 1833 in Lütjenburg
† wann und wo:   1884
Familie:  
Ursprünglicher
Beruf:
  Maler
Ausbildungsorte:    
Atelier-
standort(e):
  Marne
Zeitraum/
Straße:
  Steindamm 83
Filiale(n):   -
Inserate in
Zeitungen:
  -
Bemerkungen:  
Biographisches:
Johann Engelke kam aus Lütjenburg und lernte wie sein Vater Christoph Nikolaus Engelke das Malerhandwerk. Er war
zunächst als Geselle in seinem erlernten Beruf in Marne tätig und heiratete 1862 die Witwe des Malermeisters Buhmann, Margarethe Christine, geb. Früchtenicht. Das Ehepaar hatte sechs Söhne.

Er war ab 1865 der erste ortsansässige Fotograf in Marne [im Taufeintrag des Sohnes Emil vom 31. 01. 1868 wird als Beruf des Vaters „Photograph“ genannt.]

Wann und wo er sich die Kenntnisse der Lichtbildkunst angeeignet hat, konnte bisher nicht ermittelt werden. Eventuell hat er von seinem Freund Johann Matthias Klopp, der seit 1860 in Lütjenburg als Lichtbildner aktiv war, das Fotografieren gelernt. Johann Matthias Klopp war im Februar 1868 Taufpate des Sohnes Emil.

Lange Zeit war er der einzige Lichtbildner am Ort. Marne hatte 1865 etwa 1.800 Einwohner, zuzüglich der Bewohner der umliegenden Dörfer. Offensichtlich reichte diese Bevölkerungsgröße aus, um Johann Engelke genügend Aufträge zu bescheren und damit der Familie den Lebensunterhalt zu sichern. In der Gründungsphase des Unternehmens hat Johann Engelke auch noch parallel als Maler gearbeitet.
Ein bis dahin unbekannter Fotograph, M. Behrens, und der aus der Dithmarscher Fotografendynastie stammende Detlef
Mehlert traten ab etwa 1875 als Konkurrenten in Erscheinung.

Während Behrens nach kurzer Zeit wieder von der Bildfläche verschwand, verkaufte Detlef Mehlert seine Filiale in Marne am
01. 05. 1883 an Thomas Backens. Mit Thomas Backens bekam Johann Engelke einen ernsthaften und ehrgeizigen Konkurrenten.

Ende 1884 oder im Laufe des Jahres 1885 starb Engelke an einem unbekannten Ort. Seine  Witwe Margarethe Christine ließ im Frühjahr 1885 einen Atelierneubau
errichten und firmierte einige Jahre unter 'Johs. Engelcke Wwe. Margarethe Christine'. Sie hat ihrem Mann sicher
häufig bei seinen Fotoarbeiten assistiert und war deshalb in der Lage, nach dem Tod ihres Mannes das Atelier alleine weiterzuführen. Sie starb am 01. 01. 1900 im 68. Lebensjahr in Flensburg.
Vorgänger:    
Nachfolger:   1887 kaufte Th. Backens der Witwe Engelke das Geschäft ab und führte es unter seinem Namen weiter.

 
 
     
 
     
 
     
 
     

Öffentliche Bekanntgabe der Atelierübernahme
durch Th. Bakens: Annonce in der 'Marner Zeitung',
Ausgabe vom 26. 04. 1887. 
 

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