Fotograf(inn)en in Schleswig-Holstein, Lübeck und
dem Herzogtum Lauenburg aus der Zeit von 1850 bis 1880

Bildlexikon von U. Lüthje / Dr. H. O. Müller



Name, Vorname:
Maria Magdalena Elisabeth Mertens

* wann und wo:   15. 05. 1820 in Bordesholm
† wann und wo:   15. 04. 1902 in Rendsburg
Familie:  

 

Ursprünglicher
Beruf:
   
Ausbildungsorte:    
Atelier-
standort(e):
  Rendsburg
Zeitraum/
Straße:
 

ca. 1855-1871 Baronstraße 413

Filiale(n):   -
Inserate in
regionalen
Zeitungen:
  -
Bemerkungen:  
Biographisches:   Maria Magdalena Elisabeth, geb. Schamvogel, war verheiratet mit dem Fotografen Ludwig [Christian Heinrich] Mertens (1821-1896).

Ihr Mann hatte in Hamburg ab 1839 eine Lehre als Dekorationsmaler absolviert und sich anschließend (ab 1843) am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main und an der Kunstakademie in Düsseldorf zum Graphiker ausbilden lassen. Ein Nervenfieber zwang ihn 1847 zur Aufgabe. Er ließ sich 1850 in Rendsburg nieder, gründete eine Zeichenschule. Am Rendsburger Gymnasium erteilte er seit 1851 Zeichenunterricht, um sich schließlich ab 1852 der neuen Darstellungskunst der Daguerreotypie zuzuwenden und mit dem Ziel, ein eigenes Atelier zu eröffnen. Seine Frau half ihm auf seine Bitte hin bei den erforderlichen Arbeiten zum Fertigstellen einer Daguerreotypie.

Durch einen allzu sorglosen Umgang mit den Chemikalien, die bei der Technik der Daguerreotypie angewandt wurden, insbesondere den Quecksilberdämpfen, erblindete Ludwig Mertens bereits im Jahr 1855. Um den Betrieb aufrechterhalten zu können, machte seine Frau das Fotografieren zu ihrem Beruf, "... gründete ein Geschäft und hat hiermit und mit 'Strümpfestopfen' die Kinder groß gemacht." (Kempe: Daguerreotypie in Deutschland. Vom Charme der frühen Fotografie. - Seebruck: Heering-Verlag, S. 157).

Vorgänger:   -
Nachfolger:   1871 konnte der Sohn das Atelier übernehmen.
 

Rendsburg - Mertens - Fotografie des Fotografen N.N.
Fotografie ihres Mannes - N.N.
(Es ist keine vergrößerte Ansicht verfügbar).